Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besagt: Nutzen des Mammographie-Screenings überwiegt Nachteile


Nach wie vor wird in Deutschland diskutiert, wie sinnvoll das Brustkrebsscreening für 50- bis 69-jährige Frauen tatsächlich ist. Eine Beobachtungsstudie eines Expertengremiums der Weltgesundheitsorganisation WHO kommt zu dem Schluss: Der Nutzen des Mammographie-Screenings überwiegt die Nachteile deutlich. Das Gremium wertete 40 aktuelle Studien aus Europa, Australien und Nordamerika aus. Demnach sinkt für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die regelmäßig am Mammographie-Screening teilnehmen, die Brustkrebssterblichkeit um ca. 40 Prozent. „Das überwiegt die als nachteilig aufgeführten Effekte des Screenings, die sogenannten Überdiagnosen, deutlich“, erklären die programmverantwortlichen Ärzte für das Mammographie-Programm der Screening-Einheit Oberpfalz. Laut WHO-Studie werden 4 von 1.000 untersuchten Frauen wegen einer Brustkrebserkrankung behandelt, die im Laufe ihres weiteren Lebens nicht auffällig geworden wäre. „Dank der modernen Mammographie-Technik entdecken wir Brustkrebs in immer früheren Stadien“, so die Ärzte. „Brustkrebs ist umso erfolgreicher und schonender behandelbar, je früher man ihn entdeckt. So kann die Brustkrebssterblichkeit erheblich gesenkt werden, wie die WHO-Studie zeigt.“ In Deutschland werden 50- bis 69-jährige Frauen alle 2 Jahre zu einem Mammographie-Screening eingeladen, das von hochqualifizierten Fachkräften in zertifizierten Praxen, durchgeführt wird.
Wer mehr darüber wissen möchte, hat die Kooperationsgemeinschaft Mammographie zwei Aufklärungsvideos bereitgestellt.

 

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